BRIM – Die individuelle Schaftrandgestaltung
Die Highlights auf einem Blick
- optimierte Kraftübertragung und präzise Kontrolle
- gleichmäßige Druckverteilung und zuverlässiger Hautschutz
- erhöhte Bewegungsfreiheit im Alltag
- verbesserter Sitzkomfort in jeder Position
- thermoplastisch individuell anformbar
- schneid- und schleifbar
BRIM TF – Warum der obere Schaftrand so entscheidend ist
Der Schaftrand ist die primäre Schnittstelle zwischen Körper und System im proximalen Bereich. Hier entstehen mehrere kritische Funktionen gleichzeitig:
Kraftübertragung und Stabilität
Der Schaftrand definiert, wie Kräfte in den Körper eingeleitet werden. Besonders bei transfemoralen Versorgungen übernimmt er Anteile der Beckenführung und Rotationskontrolle. Ein zu niedriger oder ungünstig geformter Rand führt zu Instabilität, ein zu hoher oder ungünstig belastender Rand zu Druckspitzen.
Druckverteilung und Gewebeschutz
Im proximalen Bereich treffen unterschiedliche Gewebearten aufeinander (Muskulatur, Fettgewebe, knöcherne Strukturen wie Tuber ischiadicum oder Trochanter major).
Ein schlecht gestalteter Rand erzeugt:
- lokale Druckspitzen
- Scherkräfte
- Hautirritationen bis hin zu Läsionen
Bewegungsfreiheit
Der BRIM Schaftrand beeinflusst direkt:
- Hüftflexion (Sitzen, Treppensteigen)
- Abduktion/Adduktion
- Rotationsfreiheit
Ein zu restriktiver Rand reduziert Aktivität – ein zu offener Rand reduziert Kontrolle.
Sitzkomfort und Alltagstauglichkeit
Der proximal optimal gestaltete Schaftrand sichert Komfort und Funktion im Alltag.
- Weiches, druckfreieres Anliegen in der Leiste
- Reduzierte Belastung im Bereich des Sitzbeins
- Formstabiler Rand ohne Aufrollen
Größenauswahl
Umfang ca. 2 cm unterhalb Perineum
| 42 | 44 | 46 | 48 | 50 |
| 52 | 54 | 56 | 58 | 60 |
BRIM TF Größenbestimmung und Übertragung
- Nord° Brim über dem Liner am Stumpf anlegen und Sitz sowie Größe überprüfen. Ziel ist ein formschlüssiger, gleichmäßig anliegender Kontakt ohne lokale Druckspitzen.
- Messhöhe eindeutig festlegen und sicherstellen, dass diese sowohl am Stumpf als auch am Positivmodell identisch ist. Den Abstand vom distalen Stumpfende bis zur proximal-medialen Brimkante bestimmen und dieses Maß exakt auf das Positivmodell übertragen. Anschließend den Umfang auf dieser definierten Höhe messen.
- Den gemessenen Umfang des rektifizierten Positivmodells mit dem Umfang der gewählten Brim-Größe abgleichen. Die Maße müssen übereinstimmen, um eine spannungsfreie Anpassung und eine korrekte Funktion des Brims sicherzustellen.




