Unsere Arthrose-Orthesen für mehr Lebensqualität

Ein älteres Paar tanzt in der Küche. Beide lächeln und sind glücklich.

Orthesen von veomedical

Hier finden Sie Arthrose Orthesen der Marken veomedical, OPPO Medical und CHW. Alle drei Marken stehen für Qualitätsprodukte, die einen hohen medizinischen Nutzen und angenehmen Tragekomfort bieten.

… die passende Lösung

Unsere Beine sind nicht gleich und die Anforderungen an eine Knieorthese können sich auch unterscheiden. Das Wichtigste bei der Wahl Ihrer Orthese ist, dass diese zu Ihnen und Ihrem Leben passt. Aus diesem Grund bieten wir gleich drei unterschiedliche Orthesen an, die jedoch alle das gleiche Ziel verfolgen – Ihre Schmerzen zu reduzieren und Ihre Bewegung zu fördern.

Unsere Orthesen für Menschen mit Arthrose

Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Orthese auf die folgenden Parameter:

  • dynamisches Entlastungsprinzip, d.h. die Entlastung erfolgt nur dann, wenn sie wirklich notwendig und sinnvoll ist
  • großflächige Pelotten zur sanft entlastenden Krafteinleitung
  • anatomisch geformte Gelenkschiene
  • hautfreundliches Textil
  • gut anliegender Haftrand bei weichem Bindegewebe am Oberschenkel
  • hohe Flexibilität des Textils über der Kniescheibe, für die einfache Beugung des Beines.

Sollten Sie keine Knieorthesen tragen können, so können Sie auf die KNEO, unsere Knieentlastungsorthese zurückgreifen. Sie setzt mit ihrer entlastenden Wirkung am Unterschenkel an und beeinflusst ebenfalls die Entlastung Ihres Kniegelenks.

Lassen Sie sich von Ihrem Sanitätshaus bei der Wahl der passenden Orthese beraten.

Welche Orthesen helfen bei Arthrose und wie werden diese ausgewählt?

Kniearthrose zählt zu den häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparates. Welche Bedeutung hat das Thema heute für die orthopädietechnische Versorgung?

Die Bedeutung ist sehr hoch und wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Besonders bei Menschen über 65 Jahren gehört die Kniearthrose zu den häufigsten chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates. Auffällig ist dabei, dass Frauen deutlich häufiger betroffen sind als Männer. Aktuelle Studien (siehe Studie von Neil A. Segal)  zeigen, dass weltweit etwa 60 Prozent aller Arthrosepatienten weiblich sind. Allein dieses Wissen hat bereits Einfluss auf die orthopädietechnische Versorgung, da sich die anatomischen Voraussetzungen und die Weichteilsituation häufig unterscheiden.

Welche Bestandteile des Kniegelenks sind am häufigsten betroffen?

Die mediale Gonarthrose ist mit Abstand die häufigste Form der Kniearthrose. Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit mit insgesamt 3.786 arthrotischen Kniegelenken zeigt, dass die isolierte mediale Arthrose mit 27 Prozent die häufigste Form (Kompartimentbeteiligung) darstellt. Weitere 23 Prozent der Patienten weisen neben der medialen Gonarthrose zusätzlich eine Beteiligung des patellofemoralen (Rückseite der Kniescheibe) Gelenks auf. Damit ist bei rund der Hälfte aller Betroffenen das mediale Kompartiment beteiligt.

Interessant ist außerdem, dass die isolierte patellofemorale Arthrose mit 18 Prozent deutlich häufiger vorkommt als häufig angenommen. Laterale Arthroseformen sehen wir dagegen wesentlich seltener. Für die Versorgung ist das von großer Bedeutung, da sich die meisten entlastenden Knieorthesen auf die Reduktion der Belastung im medialen Gelenkspalt konzentrieren.

Welchen Beschwerden haben Patienten typischerweise bei einer Arthrose?

Die Kniearthrose äußert sich vor allem durch belastungsabhängige Schmerzen, Gelenksteifigkeit und eine zunehmende Einschränkung der körperlichen Funktion. Viele Patienten berichten über Schwierigkeiten beim Gehen, Treppensteigen oder Aufstehen aus dem Sitzen. Hinzu kommen häufig ein Verlust an Muskelkraft, eine reduzierte Gelenkbeweglichkeit und Veränderungen des Gangbildes. Mit Fortschreiten der Erkrankung nimmt die Mobilität immer weiter ab, was sich häufig direkt auf die Lebensqualität und Selbstständigkeit der Betroffenen auswirkt.

Welche Ziele verfolgt die Versorgung der Arthrose mit Orthesen?

Im Mittelpunkt stehen drei Ziele. Erstens soll das betroffene Gelenk mechanisch entlasten werden, um Schmerzen zu reduzieren. Zweitens möchten wir die Gelenkstabilität verbessern und den Patienten mehr Sicherheit vermitteln. Drittens spielt die neuromuskuläre Kontrolle beziehungsweise die Propriozeption eine wichtige Rolle. Letztlich geht es immer darum, die Mobilität und die Funktion des Kniegelenks möglichst lange zu erhalten.

Bevor wir über konkrete Orthesen sprechen, sollten wir die biomechanischen Zusammenhänge verstehen. Welche Rolle spielt das Knieadduktionsmoment?

Das Knieadduktionsmoment, kurz KAM, gilt als etablierter biomechanischer Wert (Surrogatmarker) für die Belastung des medialen tibiofemoralen Kompartiments. Zahlreiche Studien konnten zeigen, dass erhöhte KAM-Werte mit dem Schweregrad, der Progression und der Varusfehlstellung (O-Bein) bei medialer Gonarthrose zusammenhängen. Entsprechend stellt die Reduktion des KAM ein zentrales Ziel konservativer Therapieansätze dar.

Wie kann eine Knieorthese diese Belastung beeinflussen?

Entlastungsorthesen können durch eine Veränderung der Lastlinie die Belastung im medialen Bestandteil des Kniegelenks reduzieren und dadurch zu einer Verbesserung von Schmerz und Funktion beitragen. Gleichzeitig betrachten wir das Knieadduktionsmoment heute nicht mehr als alleinigen Erklärungsfaktor der klinischen Symptomatik, sondern als einen wichtigen Bestandteil eines größeren biomechanischen Gesamtkonzeptes.

Was bedeutet das konkret für die konservative Therapie der Kniearthrose? 

Aktuelle biomechanische Modelle berücksichtigen zusätzlich die Beinachse, die Muskelkraft, die neuromuskuläre Kontrolle, Veränderungen des Gangbildes, die Gelenkstabilität sowie entzündliche Prozesse. Die Wirkung von Knieorthesen beruht deshalb nicht allein auf einer Reduktion der medialen Gelenkbelastung. Entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel verschiedener biomechanischer Mechanismen, die gemeinsam zu einer Verbesserung von Schmerz, Funktion und Mobilität beitragen.

Wie wird die passende Orthese ausgewählt?

Die Auswahl einer Knieorthese erfolgt in der Praxis häufig auf Grundlage der ärztlichen Verordnung. Diese enthält jedoch meist nur begrenzte Informationen über die tatsächliche funktionelle Situation des Patienten. Für eine erfolgreiche Versorgung reicht die Diagnose „Gonarthrose“ allein deshalb nicht aus.

Wir orientieren uns deshalb an fünf zentralen Fragestellungen.

  1. Wo entsteht der Schmerz und welche Struktur verursacht die Beschwerden?
  2. Welche Entlastung wird benötigt?
  3. Wie hoch sind die Anforderungen an Tragekomfort und Alltagstauglichkeit?
  4. Wie ist die Beinform und die individuelle Weichteilsituation?
  5. Wie aktiv ist der Patient und welche Ziele verfolgt er?

Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren ermöglicht eine patientenindividuelle Versorgung. Denn die beste Orthese kann ihre Wirkung nur entfalten, wenn sie vom Patienten regelmäßig und gerne getragen wird.

Auswahl einer Knieorthese mit einem 5-Punkte-System. Was ist der erste Schritt?

Zunächst klären wir, welche Struktur die Beschwerden verursacht. Dabei unterscheiden wir zwischen dem medialen und lateralen Kompartiment, dem patellofemoralen Gelenk oder kombinierten Beschwerdebildern.

Grundlage nahezu aller Knieentlastungsorthesen ist das Drei-Punkt-Entlastungsprinzip. Die Unterschiede liegen jedoch in der Art der Krafteinleitung und Kraftübertragung. Viele klassische Entlastungsorthesen erzeugen ihre Korrekturwirkung über vergleichsweise kleine Krafteinleitungsflächen, deren Hauptdruckpunkt unmittelbar im Bereich des Kniegelenkspaltes liegt.

Aus unserer Sicht erscheint eine Entlastung sinnvoll, bei der die Korrekturkräfte auf Zug und möglichst außerhalb des schmerzenden Kniegelenks eingeleitet werden. Bei Systemen mit dynamischer Zugentlastung wie der OPPO GENU X oder der veoXgenu befindet sich die Schiene auf der betroffenen Gelenkseite. Die erforderlichen Korrekturkräfte werden über proximal und distal angeordnete Kraftangriffspunkte erzeugt und als Zugkräfte in das System eingeleitet. Dadurch verteilt sich die Kraft  kniegelenksnah jedoch nicht direkt auf den Kniespalt. So wird die direkte Druckbelastung im Bereich des Gelenkspaltes reduziert.

Welche Rolle spielt dabei eine zusätzliche Beteiligung des patellofemoralen Gelenks?

Liegt zusätzlich eine patellofemorale Arthrose vor, sollte die Orthese möglichst keinen zusätzlichen Druck auf die Patella ausüben. Gerade bei entlastenden Softorthesen wie der veoXgenu spielt dieser Konstruktionsansatz eine wichtige Rolle. Sie ermöglichen eine freie Bewegung der Patella während der Kniebeugung und unterstützen eine natürliche Gelenkfunktion.

Benötigt jeder Patient die gleiche Entlastungswirkung?

Nein. Nicht jeder Patient benötigt maximale Korrekturkräfte. Vereinfacht unterscheiden wir zwischen Patienten mit geringen bis mittleren Beschwerden, Patienten mit Aktivitätseinschränkungen sowie Patienten mit ausgeprägten Beschwerden und deutlicher Fehlstellung. Je höher die erforderliche Entlastung ist, desto wichtiger wird die biomechanische Wirksamkeit der Orthese.

Wie wichtig sind Tragekomfort und Alltagstauglichkeit?

Sie sind entscheidend für die Akzeptanz der Versorgung. Flexible Bereiche über der Patella, eine einfache Handhabung und eine möglichst unauffällige Konstruktion können hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Bei Orthesen mit dynamischer Zugentlastung befindet sich die Schiene auf der betroffenen Gelenkseite. Da die mediale Beinkontur bei medialer Gonarthrose häufig konkav verläuft, fügt sich die Schiene harmonisch in die Beinform ein und trägt unter der Kleidung oft weniger auf. Gerade bei langfristigen Versorgungen achten wir deshalb auf Konstruktionen, die biomechanische Wirksamkeit und hohen Tragekomfort miteinander verbinden

Welchen Einfluss hat die Weichteilsituation?

Einen sehr großen. Besonders bei weichem Bindegewebe am Oberschenkel muss die Orthese die entstehenden Kräfte sicher übertragen und gleichzeitig stabil am Bein sitzen. Deshalb berücksichtigen wir neben den Umfangmaßen auch die Beinform und wählen je nach Versorgungssituation unterschiedliche Ausführungen, beispielsweise Comfort Varianten für konische Beinformen. Manche Hersteller, wie veomedical bieten neben Standard und Comfort Varianten auch längere Orthesen, die das proximale Weichteilgewebe sicher einfassen. Ebenso wichtig sind ein wirksamer Umrollschutz und ein Silikonhaftrand.

Und welche Rolle spielt das Aktivitätsniveau?

Eine sehr wichtige. Möchte der Patient wieder regelmäßig spazieren gehen, ist er beruflich körperlich aktiv oder möchte er weiterhin Sport treiben? Je nach Anforderungen im Alltag und in der Freizeit unterscheiden sich die Anforderungen an die Versorgung erheblich.

Welche Unterschiede zwischen klassischen Entlastungsorthesen und modernen textilen Entlastungsorthesen gibt es?

Wir beobachten, dass viele Patienten heute eine Versorgung wünschen, die wirksame Entlastung mit hohem Tragekomfort verbindet. Moderne 3D gestrickte Softorthesen oder auch neue, hauchdünne textile Softorthesen wie die veoXgenu verfolgen genau diesen Ansatz. Sie sollen nicht nur entlasten, sondern sich möglichst gut in den Alltag integrieren lassen.

Welche Schlussfolgerung ziehen Sie aus diesen fünf Kriterien?

Erst das Zusammenspiel aller genannten Faktoren ermöglicht eine patientenindividuelle Versorgung. Moderne Entlastungsorthesen wie die veoXgenu oder die OPPO GENU X verfolgen genau diesen Ansatz. Sie kombinieren wirksame Entlastung mit einer Konstruktion, die auf Tragekomfort, Alltagstauglichkeit und eine hohe Akzeptanz ausgelegt ist. Denn die beste Orthese wirkt nur dann, wenn sie auch getragen wird.

Welchen Stellenwert nehmen Einlagen in der Therapie der medialen Gonarthrose ein.

Einlagen mit Außenranderhöhung gehören bei medialer Gonarthrose seit vielen Jahren zu den etablierten konservativen Versorgungsoptionen und werden häufig als erste orthopädietechnische Maßnahme eingesetzt. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die erzielten Effekte von Patient zu Patient sehr unterschiedlich ausfallen.

Eine interessante Untersuchung des Universitätsklinikums Heidelberg konnte zeigen, dass die Beweglichkeit des Rückfußes einen wesentlichen Einfluss auf die biomechanische Wirkung der Einlage hat. Die zentrale Erkenntnis der Studie: Je beweglicher der Rückfuß, desto geringer fällt die Reduktion des Knieadduktionsmoments (KAM) durch eine laterale Keileinlage aus. Bei sehr beweglichen Rückfüßen kann die gewünschte Entlastungswirkung sogar deutlich abgeschwächt werden.

Aus diesem Grund setzen wir Einlagen bevorzugt in Kombination mit entlastenden Knieorthesen ein. Unabhängig von ihrer entlastenden Wirkung berichten viele Patienten von einer spürbaren Schmerzlinderung durch die dämpfenden Eigenschaften der Einlage. In Kombination mit einer gezielten Knieentlastung kann so häufig ein zusätzlicher therapeutischer Nutzen erzielt werden.

Bandagen und Orthesen bei Arthrose

In verschiedenen Studien wurde nachgewiesen, dass eine tatsächliche Entlastung des Kniegelenks durch entsprechende Orthesen erreicht wird. Hier hat in den letzten Jahren eine großartige Entwicklung stattgefunden. Weg von unkomfortablen Hartrahmenorthesen hin zu angenehm zu tragenden Softorthesen. Letztere bestehen aus einem Textil, einer Gelenkschiene und entlastenden Gurtsystemen. Durch die moderne Materialkombination versprechen diese Softorthesen einen höheren Tragekomfort.

Gute entlastende Softorthesen verbinden zwei Wirkmechanismen miteinander, die dynamische Entlastung und die Stimulierung der kniegelenksumgebenden Muskulatur durch die leichte Kompression.

veomedical GmbH